18.12.2025
Soroti Youth Skills Centre Foundation Uganda
Ein Bericht von Ernst Gassmann
Mit grosser Dankbarkeit blicke ich auf die Entwicklung des Soroti Youth Skills Centre Foundation (SYSCF) zurück. Was mit einer kleinen Blechhütte und einer Handvoll Lehrlinge begann, ist heute ein lebendiges Ausbildungszentrum in Uganda. Ab 2025 wird das Projekt in die Inter-Mission integriert, sodass es weiterhin von der Schweiz aus unterstützt werden kann. In diesem Bericht erzähle ich, wie alles anfing, wie sich SYSCF entwickelt hat und warum diese Arbeit jungen Menschen eine Zukunft und Hoffnung schenkt.
Anfänge und Aufbau
Während meiner regelmäßigen Unterrichtstätigkeit im Bereich Seelsorge in Uganda lernte ich einen Schreiner kennen mit einem Herz für Jugendliche, die aus dem Bildungssystem gefallen waren oder keine Möglichkeit zur Ausbildung fanden. Er wollte eine Schreiner-Ausbildung starten und bat mich um Hilfe. Zusammen mit Freunden unterstützte ich ihn beim Bau einer kleinen Blechhütte, in der die ersten Lehrlinge ausgebildet wurden. Später gründeten wir eine lokale Organisation, um eine rechtliche Basis dafür zu schaffen.
2017 konnten wir Land erwerben und darauf die Werkstätten für verschiedene handwerkliche Ausbildungszweige errichten. 2018 nahm die Schreinerei ihren Betrieb auf, gefolgt von einer Schlosserei und einer Schneiderei. 2023 kauften wir landwirtschaftliche Nutzfläche, um den Selbstversorgungsgrad zu erhöhen. Eine zweckgebundene Spende ermöglichte 2025 den Bau einer Solaranlage, die alle Bereiche zuverlässig mit Strom versorgt und die Betriebskosten senkt.
Vision
Unser Ziel ist eine ganzheitliche Bildung, die praktisch angewandt werden kann und junge Menschen in die Jüngerschaft von Jesus Christus führt. Tägliche Andachten und persönliche Gespräche helfen den Jugendlichen Jesus nachzufolgen und im Glauben zu wachsen.
Ausbildung und Start-ups
Qualifizierte Leiter – zum Teil durch uns geschult – begleiten die Lernenden. Nach einem Jahr Grundausbildung legen sie eine staatliche Prüfung ab. Die Besten können ein zweites Ausbildungsjahr absolvieren. Einige Absolventen haben wir in unseren eigenen Produktionsbetrieben angestellt. In unseren Werkstätten werden Holz- und Metallprodukte sowie Kleidung für den lokalen Markt hergestellt. Diese Arbeiten vertiefen die praktischen Fähigkeiten der Auszubildenden und tragen zur Selbstversorgung bei. Da es in Uganda schwierig ist, eine Anstellung zu finden, begannen wir 2025 ein Start-up-Programm. Wir ermutigen Absolventen, eigene Werkstätten zu gründen, stellen ihnen Startkapital zur Verfügung und begleiten sie fachlich wie wirtschaftlich.
Unterstützung aus Europa
Ein Freundeskreis aus Europa finanziert vor allem den Aufbau der Infrastruktur und die Ausbildung. Fachkräfte aus Europa helfen zudem, den Standard der Ausbildung zu erhöhen, Innovationen anzustossen und geistliche Unterstützung zu bieten.
Ich heisse Vicent und bin General Manager des Soroti Youth Skills Centre. Seit der Gründung durfte ich den Weg unserer Organisation begleiten. Wir bieten Jugendlichen praxisnahe Ausbildungen in Schreinerei, Metallbau und neuerdings Schneiderei an. So entstehen Einkommen, Hoffnung und starke Familienfundamente. Besonders stolz bin ich auf die Werkstätten, in denen hochwertige Möbel und Metallarbeiten gefertigt werden. Persönlich habe ich mich sowohl beruflich als auch geistlich und wirtschaftlich stark weiterentwickelt. All dies wäre ohne unsere Spender sowie die grosse Unterstützung aus der Schweiz nicht möglich.
Mein Name ist Grace und ich arbeite als Verwaltungsleiterin. Hier erlangte ich nicht nur berufliche Kenntnisse, sondern auch Führungsqualitäten und erfuhr geistliches Wachstum. Die enge Zusammenarbeit mit Vicent und dem Team aus der Schweiz hat mein Finanzwissen vertieft und mich ermutigt, Verantwortung zu übernehmen. Besonders bewegt mich, wie junge Menschen durch Ausbildung und Start-up-Projekte neue Perspektiven erhalten. Ich danke allen Unterstützern von Herzen – ohne ihre Hilfe wäre diese positive Entwicklung weder für mich noch für das Zentrum möglich.
Ich bin Emmanuel und verantwortlich für die Ausbildung der Lehrlinge. Meine Aufgabe ist es, praxisnahes Lernen zu planen und umzusetzen. Dabei lege ich Wert auf handwerkliche Fähigkeiten, Sicherheit, Teamgeist und Werte. Es erfüllt mich, Jugendliche vom ersten Schritt bis zur selbstbewussten Fachkraft zu begleiten. Für die Zukunft möchte ich die Ausbildung weiter verbessern und mehr Plätze in Schreinerei, Metallbau und Schneiderei schaffen. So entsteht eine Kultur der Innovation und Wissensweitergabe.

Ich heisse Martin und mache hier eine Schreinerlehre. Nach der Scheidung meiner Eltern lebte ich acht Jahre auf der Strasse, ohne Hoffnung. Heute kann ich Betten, Stühle und Tische herstellen und habe Grundkenntnisse in Kundenbetreuung, Teamarbeit und Kommunikation erworben. Besonders wertvoll sind für mich die täglichen Andachten, die mir Halt und Zuversicht geben. Mein Ziel ist es, eine eigene Werkstatt aufzubauen und selbständig zu werden.

Ich bin Timothy und habe 2024 meine Schreinerlehre erfolgreich abgeschlossen. In unseren Dörfern sind technische Fähigkeiten selten, teuer und für viele unerreichbar. Durch die Ausbildung habe ich fachliche, soziale und geistliche Kompetenzen gewonnen, die mir ein verantwortungsvolles Leben und den Schritt ins Unternehmertum ermöglichen. Gemeinsam mit zwei Kollegen gründete ich ein Start-up, das unsere Familien versorgt und andere Jugendliche motiviert, ebenfalls eine Ausbildung zu machen.







































































































































