17.11.2025

Geschichten aus den PEPE-Vorschulen in Brasilien
Viele Kinder und Familien, die das PEPE-Programm über die Jahre durchlaufen haben, sind uns tief im Herzen geblieben. Wir glauben fest, dass die Samen, die wir säen, aufgehen und Früchte tragen. Das Programm hat inzwischen nicht nur unter den Familien, sondern auch bei Lehrkräften der städtischen Schulen und in den Gemeinden an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Menschen erkennen: PEPE verändert Leben. Wir dürfen erleben, wie kleine Samen der Hoffnung aufgehen und ganze Gemeinschaften prägen.
Marta und ihre Kinder
Ein Beispiel dafür ist Marta. Zwei ihrer vier Kinder, Enzo und Samya, besuchten mehrere Jahre das PEPE im Stadtteil Cícero Borges. Dort wurden sie mit Liebe gefördert, lernten lesen und schreiben. Unsere Beziehung zu Marta war stets geprägt von Nähe und Vertrauen. Durch diese Begegnung fand auch sie selbst den Weg zurück in die Gemeinde und erlebte eine persönliche Glaubens-Erneuerung. Heute nimmt sie gemeinsam mit ihren Kindern aktiv am Gemeindeleben teil. In einer Botschaft schrieb Marta uns: „Wenn meine Tochter Samya nach Hause kam und mit leuchtenden Augen Bibelverse aufsagte, war mein Herz überwältigt. Alles, was sie lernt, hat sich tief in ihr Herz eingeprägt – und es verändert bis heute unser Leben.“

Lívia – ein Kind voller Energie
Auch die sechsjährige Lívia besucht seit zwei Jahren das Programm. Sie lebt mit ihrem kleinen Bruder bei den Grosseltern, nachdem ihre Mutter aus wirtschaftlichen Gründen wegziehen musste. Die Familie ist von Krankheit und Armut betroffen und doch sprüht Lívia vor Lebensfreude. Sie erzählt begeistert biblische Geschichten nach, liebt Musik und lässt fast nie eine Stunde im PEPE ausfallen. Als ihr Grossvater kürzlich ins Krankenhaus musste, bat sie selbstbewusst um Gebet für ihn – ein Zeichen dafür, wie stark sie sich hier geborgen fühlt.
Tainá – ein Vorbild für ihre jüngeren Geschwister
Eine weitere bewegende Geschichte ist die von Tainá. Noch vor zwei Jahren konnte sie mit 11 Jahren weder lesen noch schreiben und war sehr schüchtern. Mit Unterstützung unserer Lehrerin Silvéria lernte sie nicht nur lesen und schreiben, sondern gewann auch Selbstvertrauen. Heute liest und schreibt sie fliessend, geht regelmässig mit ihrer Grossmutter in die Kirche und hat im letzten Jahr ihr Leben Jesus anvertraut. Sie engagiert sich aktiv in der Jugendgruppe. Ihre jüngeren Geschwister dürfen nun denselben Weg gehen – ein Kreislauf der Hoffnung.

Miguel und seine Familie
Auch Miguel, gerade fünf Jahre alt, steht beispielhaft für viele Kinder in prekären Situationen. Sein Vater erlitt einen Schlaganfall und kann nicht mehr arbeiten, die Mutter ist auf Medikamente angewiesen, die sie sich kaum leisten können. Wir unterstützen die Familie durch Lebensmittelspenden und Kleidung, während die Frauengruppe unserer Kirche sie regelmässig besucht, mit ihnen spricht und für sie betet, um sie daran zu erinnern, dass sie in ihren Kämpfen nicht allein sind.







































































































































