04.11.2025

Wie wir Kinder in der Ukraine während des Krieges begleiten
Seit über drei Jahren prägt der Krieg in der Ukraine das Leben von Millionen Menschen – besonders auch das der Kinder. Sie wachsen inmitten von Unsicherheit und Zerstörung auf. Doch wir möchten zeigen: Es gibt Hoffnung, Nähe und Unterstützung, auch in Zeiten grösster Not.
Die Situation der Kinder im Krieg
Seit Beginn des Krieges hat sich das Leben von Kindern in der Ukraine dramatisch verändert. In vielen Orten der Regionen Cherson und Mykolajiw mussten Familien Besatzung, Beschuss und Evakuierungen durchstehen. Selbst in eher sicheren Regionen wie Odesa kämpfen viele mit Arbeitslosigkeit, Armut und fehlenden Bildungsmöglichkeiten.
Viele Schulen arbeiten online, denn Gebäude sind zerstört, Schutzräume fehlen oder es besteht die anhaltende Gefahr von Beschuss. Im April 2025 lernten über 390.000 Kinder ausschliesslich online, weitere 750.000 in gemischten Modellen.
Besonders in ländlichen Gegenden ist die Situation schwierig: Dort fehlen stabiles Internet, Elektrizität oder geeignete Geräte. Viele Kinder haben zudem keinen Zugang zu Freizeitangeboten oder sicheren Treffpunkten. Menschenmengen bedeuten Gefahr – deshalb verbringen Kinder den Grossteil ihrer Zeit zu Hause, häufig isoliert von Gleichaltrigen und ohne wichtige soziale Kontakte.

Unsere Unterstützung vor Ort
Anfangs besuchten wir «befreite» Dörfer in den Regionen Cherson und Mykolajiw, heute reisen wir regelmäßig auch in Dörfer der Region Odesa.
Dort gestalten wir interaktive Spiele, kreative Aktivitäten und Gesprächsrunden. Wir bringen kleine Geschenke mit, aber vor allem Zeit und Zuwendung. Unser Ziel ist, Vertrauen aufzubauen, Kommunikations- und Teamfähigkeiten zu fördern und die Kinder spüren zu lassen, dass jemand für sie da ist. Durch diese Nähe möchten wir ihnen ein Stück Wärme schenken und Gottes Liebe erfahrbar machen. Zum zweiten Mal in Folge haben wir zu Beginn des Schuljahres Kinder mit Schulpaketen ausgestattet – mit Heften, Stiften und allem, was sie brauchen. Das Einkommen vieler Familien liegt weit unter dem Existenzminimum, sodass selbst die Grundausstattung eine grosse Hürde darstellt.
Warum unsere Hilfe so wichtig ist
Vertrauen aufzubauen, braucht Zeit. Darum besuchen wir die Kinder regelmässig. So zeigen wir ihnen: Wir sind nicht nur für einen Tag da, sondern wir begleiten euch, hören zu, helfen und freuen uns mit euch.
Diese Verlässlichkeit wirkt sich spürbar positiv auf ihre seelische Entwicklung aus. In Spielen, kreativen Angeboten und Gesprächen lernen die Kinder, Gefühle auszudrücken, eigene und fremde Emotionen wahrzunehmen und sich in Gruppen sicher zu bewegen.
Schritt für Schritt werden sie offener für neue Kontakte, gewinnen Selbstvertrauen und entwickeln Fähigkeiten, die ihnen auch im Erwachsenenalter zugutekommen. So legen wir gemeinsam einen Grundstein für gesundes Selbstwertgefühl und stabile soziale Beziehungen – und schenken den Kindern ein Stück Zukunft inmitten des Krieges.








































































































































