24.06.2025

Seit Anfang 2025 unterstützen wir die ugandische Organisation Siita Nest. Sie engagiert sich seit über 20 Jahren für Waisenkinder und benachteiligte Jugendliche. Neben Bildung, einem Kinderheim und medizinischer Versorgung vermitteln die Mitarbeitenden christliche Werte und eröffnen Kindern neue Perspektiven für ein selbstständiges Leben. Der Name Siita steht für «Salvation Is In Truth Application».
Drei Schwestern – fünf, sieben und neun Jahre alt – lebten ganz allein in einer kleinen Hütte. Die Älteste übernahm die Rolle der Mutter, nachdem ihre Eltern sie verlassen hatten. Solche Schicksale sind in Uganda leider keine Ausnahme. Viele Kinder wachsen in großer Armut auf, erleben Verlust, Hunger, Vernachlässigung – und tragen Verantwortung, die viel zu groß für ihr Alter ist. Und doch: Die Freude am Leben und die Dankbarkeit gegenüber Gott bleiben spürbar.
Vor fast 30 Jahren nahm Mama Alice, eine gläubige Frau aus Uganda, 14 Kinder ihrer verstorbenen Geschwister bei sich auf. Daraus wuchs das Siita Nest Mother’s Love Home. Bis heute haben über 170 Kinder dort ihre Ausbildung abgeschlossen, viele weitere wurden in schwierigen Zeiten begleitet. Aktuell betreut Siita Nest 136 Kinder und Jugendliche – die einen leben im Heim, andere bei Pflegefamilien oder ihren Verwandten im Dorf.

Die Organisation begleitet Kinder ganzheitlich: Sie erhalten Schulbildung, medizinische Hilfe, seelischen Beistand und geistliche Orientierung. Jüngere Kinder besuchen die von Siita Nest gegründete Primarschule. Jugendliche ab 15 Jahren können eine Berufsausbildung absolvieren – etwa in Schneiderei, als Friseure, im Catering oder Bauhandwerk. So erhalten sie die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.
Die Arbeit geschieht mit großer Hingabe, doch der Bedarf wächst stetig. Viele Familien bitten um Unterstützung, aber nicht allen können wir sofort helfen. Trotz begrenzter Mittel folgt Siita Nest dem Prinzip des Vertrauens: Ist Hilfe nötig, wird sie gegeben – oft im Glauben daran, dass Gott zur rechten Zeit das Nötige schenkt.

Für die Zukunft hat Siita Nest viel vor: Die Betreuung soll verbessert werden, noch mehr Kinder sollen zur Schule gehen und möglichst alle Schulabgänger eine Ausbildung machen können. Auch sauberes Trinkwasser und eine medizinische Basisversorgung gehören zu den Zielen – ebenso die Förderung junger Mütter und die Stärkung von Frauen in der Region.
Die drei Schwestern, die einst allein lebten, sind heute bei Siita Nest geborgen. Sie besuchen die Schule, wachsen in Sicherheit auf – und haben sogar wieder Kontakt zu ihrer Mutter. Auch sie wird nun begleitet, damit sie eines Tages für ihre Töchter da sein kann.

Gott, der Vater, wird auf die rechte Art geehrt, wenn jemand den Waisen und Witwen in ihrer Not beisteht und sich nicht an dem ungerechten Treiben dieser Welt beteiligt. Jakobus 1,27







































































































































