15.12.2024
Ein Bericht von Eric S.
In der ersten Septemberwoche hatte ich die Freude, bei der Eröffnungsfeier der neugebauten Kinderhäuser von NELIA in Uganda dabei zu sein. Auf dem Weg zum Projekt konnten wir außerdem die Arbeit der Chain Foundation kennenlernen, welche von der Inter-Mission Deutschland unterstützt wird. Es gab viel zu sehen! Besonders beeindruckte mich die Arbeit mit Teenager-Müttern und die konsequente Integration von Menschen mit Sehbehinderung. Es herrscht ein guter Geist auf dem Gelände, die christliche Nächstenliebe ist mit den Händen zu greifen.

Danach ging es weiter Richtung Tongolo, dem kleinen Fischerdorf am Ufer des Viktoriasees. Wir wurden von den NELIA-Mitarbeitenden sehr herzlich aufgenommen, im Garten empfingen uns die 37 Kinder des Kinderheims mit Tänzen, Liedern und weiteren Beiträgen. Danach wurden wir durchs Kinderheim geführt und durften uns einen Eindruck von diesen neuen Räumlichkeiten machen. Die Lage mit Blick auf den Viktoriasee ist wunderschön und ruhig. Die Räume sind zweckmäßig und gut gebaut. René Bregenzer hatte durch regelmäßige Reisen nach Uganda beim Bau der Kinderhäuser Erstaunliches geleistet, wir verdanken ihm viel, dass alles so gut umgesetzt wurde. Geleitet wird das Kinderheim von Joy, zusammen mit ihrem dreiköpfigen Team (Betty, Semei und Edith) sind sie rund um die Uhr für die Kinder da. Sie leben selbst in den Kinderhäusern und kochen für alle Kinder – auch hier ein erstaunlicher Einsatz!

Am Freitag durften wir mit dem Projektleiter John zusammen einen schönen Ausflug auf dem Viktoriasee machen und unter anderem auch die Fischfarm besichtigen, welche von Hillary geleitet wird. Anschließend gingen wir zusammen durch das Dorf. Die Häuser sind sehr einfach gebaut, den vielen Kindern sieht man die Armut an. Dem Fischerdorf wurde die Lebensgrundlage entzogen, als der Staat wegen der Überfischung des Sees die Fischerei eingeschränkt und nun ganz verboten hat. Arbeitsmöglichkeiten gibt es praktisch keine, die staatliche Schule im Dorf ist schlecht, es ist schwierig, der Armut zu entkommen.

Am Nachmittag war es so weit: In einem schlichten, schönen Fest haben Andrea und John ihre Dankbarkeit ausgedrückt, außerdem gab es natürlich einige Darbietungen wie Tänze und Lieder. Bewegend war der Beitrag von Joy, sie erzählte, wie sie in katastrophalen Familienverhältnissen aufgewachsen ist. Man spürte es ihr ab: Sie kann es nicht ertragen, wenn Kinder leiden müssen! Daher begann sie schon früh, in ihrem eigenen Haus in Magamaga Kinder aufzunehmen und ist dankbar, dass sie ihnen nun auch ein würdiges Umfeld bieten kann. Bei ihr und ihrem Team sind die Kinder gut aufgehoben!

Wieder zurück in der Schweiz wurde ich oft gefragt, wie es in Uganda war. Meine Antwort: Es ist ein Land mit einer wunderschönen Natur und sehr freundlichen und fröhlichen Menschen. Doch hinter dieser schönen Fassade steckt bittere Armut. Ich bin froh, dass mit NELIA mindestens ein kleines Licht in dieser Dunkelheit leuchtet.








































































































































