05.07.2024
Diese Reise veränderte nicht nur viel in mir, sondern auch meine Beziehung zu Gott. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung.

Zuerst erhielt ich einen Einblick in die Arbeit im Krankenhaus, wo ich aktiv mitwirken konnte. Das Krankenhaus kann man nicht mit den unsrigen vergleichen, vor allem die Hygienestandards sind deutlich niedriger. Auch werden die stationären Patienten nicht von der Einrichtung mit Essen versorgt, sondern von ihren Angehörigen. Diese übernachten oft vor dem Eingang der Station im Freien und bringen den Patienten, was sie benötigen. Der Patientenwartebereich draussen ist überfüllt und die Menschen müssen teilweise den ganzen Tag warten, bis sie an der Reihe sind. Doch dies scheint ihnen nichts auszumachen, da sie einfach dankbar sind, überhaupt behandelt zu werden.
Weiterhin hatte ich die Möglichkeit, verschiedene Dorfprojekte zu besuchen. Es berührte mich sehr zu sehen, wie Kinder, die in grosse Armut hineingeboren wurden, die Möglichkeit erhalten, zur Schule zu gehen oder ein sicheres Zuhause zu haben. Der Anblick der glücklichen, strahlenden und dankbaren Kindergesichter beim Singen rührte mich zu Tränen. Von all den Projekten bleibt mir das Rahab-Projekt besonders in Erinnerung. Die Projekte «rettet» Mädchen vor der Prostitution, welche oft bereits mit 12 Jahren ins «Business» einsteigen müssen. Für mich unvorstellbar!

In meiner Zeit in Indien wurde ich mit viel Elend konfrontiert, sah aber gleichzeitig auch so viel Schönes. Es war ermutigend zu sehen, wie sich die Mitarbeitenden für die Menschen einsetzen und wie Gott seine Hand über allem hält und Wunder wirkt. Der Austausch auf dem Campus, das gemeinsame Gebet und Bibellesen hat mich sehr bereichert. Ihr lebendiger und starker Glaube hinterliess einen tiefen Eindruck bei mir. Die Hingabe, mit der sie ihr Leben Gott anvertrauen, berührte mich. Dadurch wurde mir bewusst, wie wenig ich in der Schweiz mein Leben von Gott abhängig mache und ihn in meinen Alltag einbeziehe. Ich habe neu gelernt, dass er alles in seiner Hand hält und auch Dinge, die mir unmöglich erscheinen, ermöglichen kann. Wenn ich das von Herzen glauben kann, bin ich bereit, mein Leben ganz in seine Hände zu legen und zu tun, was auch immer er möchte.
Tabea








































































































































