17.05.2024

Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin unseres Projektpartners in Odessa schreibt:
Wir möchten diesen Bericht mit einem Rückblick auf das Kinderprogramm beginnen, das Ende März stattfand. Wir haben die Kinder eingeladen, die wir bereits an Weihnachten kennengelernt haben, und planen, solche Programme regelmässig durchzuführen. Trotz der schwierigen äusseren Umstände hatten wir eine grossartige Zeit mit Spielen, Workshops und viel Spass. Diesmal hatten wir auch die Gelegenheit, Zeit mit den Müttern der Kinder zu verbringen. Wir luden sie auf einen Kaffee ein und bastelten gemeinsam handgemachte Karten. Es stellte sich heraus, dass diese Zeit für sie sehr wichtig war, da sie selten die Möglichkeit haben, ihre Kinder abzugeben und etwas Zeit für sich selbst zu haben.


Anfang April konnten wir wieder Lebensmittelpakete bei uns in Odessa verteilen. Zusätzlich zu Lebensmitteln wurden auch Windeln für Erwachsene und verschiedene Hygieneprodukte verteilt, da es unter den «Binnenflüchtlingen» auch einige gibt, die unter einer Behinderung leiden. Ein grosses Problem ist, dass diese Menschen aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen keine Arbeit finden können und nach zwei Jahren Krieg viele Organisationen nicht mehr genügend humanitäre Hilfe leisten. Daher fühlen wir uns verpflichtet, diese wichtige Unterstützung weiterhin zu leisten.

Mitte April reiste unser Team in mehrere Städte und Dörfer der Region Cherson, um Zeit mit Jugendlichen und Kindern zu verbringen. Wir bereiteten verschiedene Programme für Jugendliche, Teenager und Kinder vor. Es war eine grossartige Gelegenheit, mit jungen Menschen zu sprechen, die viele unterschiedliche Erlebnisse hatten und die Schrecken des Krieges gesehen haben. Wir konnten ihnen für einen Tag Freude, Wärme und ein Lächeln schenken.

Oleksiy (Freiwilliger Mitarbeiter): "Die Reise verlief gut, wir hatten alles im Voraus geplant. Die Dörfer, die wir besuchten, waren stark zerstört, aber die Kinder und Teenager dort waren sehr offen für uns. Ich bin froh, dass wir ihnen nicht nur Geschenke brachten, sondern auch von Gott erzählen konnten. Wir hörten den Teenagern zu, wie sie Gott sehen und erzählten ihnen, wie Er sie sieht."

Ende April reiste ein anderer Teil unseres Teams in die Region Cherson, um eine Familie zu treffen, der wir beim Wiederaufbau ihres Hauses helfen möchten. Es handelt sich um die Familie von Natalia und Serhiy und deren Kinder Diana und Maksym. Ihr Haus wurde durch den Krieg zerstört, und sie leben derzeit in einem Provisorium unter sehr schlechten Bedingungen. Wir werden unser Bestes tun, um ihre Situation zu verbessern.

Leider gibt es sehr viele Familien, die Unterstützung beim Wiederaufbau oder der Reparatur ihrer Häuser benötigen. Wir werden nicht allen helfen können, aber wir konnten einigen Familien Matratzen, Waschmaschinen und andere Haushaltsgegenstände bringen. Diese Familien stehen bereits in Kontakt mit uns, und wir planen, ihnen weiterhin zu helfen.

Wir planen bereits unsere nächsten Reisen zu diesen Familien und bereiten neue Projekte für Jugendliche vor. Eines dieser Projekte ist ein Sommercamp für Teenager und Jugendliche. Wir planen, neben den Jugendlichen aus Odessa auch drei Teenager mitzunehmen, die wir auf diesen Reisen kennengelernt haben.
Wir trafen zwei Jungs, die bei ihren Grosseltern leben. Dem älteren Ehepaar geht es körperlich sehr schlecht. Auch das Haus hat grosse Mängel, es gibt keinen Boden, und die Kinder schlafen buchstäblich auf dem Boden. Wir sahen die dringende Notwendigkeit, die Kinder ins Camp einzuladen, damit sie sich erholen, neue Freunde finden und mehr über Gott erfahren können.

Wir haben auch Maxim eingeladen, den wir von früheren Reisen kennen. Max lebt mit seiner Mutter, die leider keine Arbeit finden kann und ihre Familie lebt nur von karitativer Unterstützung. Wir hoffen sehr, dass wir die Jungs im Juli ins Sommercamp mitnehmen können.
Mischa (Freiwilliger Mitarbeiter): "Wir möchten diesen Menschen, die in so grosser Not sind, helfen und ihnen dienen. Es gibt dort keine Arbeitsplätze, und es gibt Probleme mit der Infrastruktur. Wenn ich diese Häuser und die Lebensbedingungen der Jugendlichen sehe, weiss ich nicht, wie ich ihnen helfen kann. Sie haben keine Bildung. Ich bin dankbar, dass wir die Möglichkeit haben, einige von ihnen ins Camp einzuladen und ihnen ein wenig von der anderen Seite zu zeigen, und vielleicht denjenigen vorzustellen, der «rettet». Ich hoffe, dass wir einen Zugang zu diesen Kindern finden werden."

Wir möchten euch auch ein paar gute Nachrichten aus unserer Kirche, der Holy Trinity Church, weitergeben: Aktuell bieten wir einen Taufkurs für die Leute an, die sich im Sommer taufen lassen wollen. Derzeit haben wir eine Gruppe von zehn Personen unterschiedlichen Alters. Wir freuen uns sehr, dass sie alle den Wunsch haben, Gott besser kennenzulernen und in ihr Leben aufzunehmen.
Wir freuen uns sehr, dass wir Anfang Mai zwei Hochzeiten feiern konnten:
Anna und Timothy, die ihr vielleicht aus früheren Berichten kennt, sind beide aktiv in der Gemeinde und engagieren sich auch im Verein Vidguk. Übrigens, Timothy kam dank unserem Engagement als Vidguk zu unserer Kirche. Eines Tages werden wir diese Geschichte ausführlicher erzählen.

Ivan und Maria sind ebenfalls aktive Mitglieder bei uns, die in den Bereichen Medien und Anbetung tätig sind.

Wir finden es wichtig und auch inspirierend, dass es in Zeiten der Unsicherheit und des Krieges Platz für Liebe und wichtige Lebensschritte wie eine Hochzeit gibt.







































































































































