27.11.2023
Seit knapp zwei Jahren unterstützt die Inter-Mission Schweiz ein Projekt in Dolian, Haiti. Das Land Haiti befindet sich in einer langanhaltenden Krise. Grosse humanitäre Not ist das Resultat von wiederkehrenden Naturkatastrophen wie Dürren oder Wirbelstürmen, einer grossen politischen Instabilität und wirtschaftlichem Tiefflug.
Zu Beginn dieses Jahres gingen Bilder der gewalttätigen Unruhen um die Welt. Viele Menschen waren der willkürlichen Gewalt durch Banden schutzlos ausgeliefert. Die bereits grosse Armut wird zusätzlich dadurch vergrössert, dass Menschen zur Flucht gezwungen sind. Auch Dolian hat viele Flüchtlinge aufgenommen.
Die Lage in Dolian ist durch die ländliche Abgeschiedenheit im Vergleich zu den Städten recht ruhig. Trotzdem ist auch das Leben dort von der Krise im Land direkt betroffen. Zum Beispiel verwehren Strassensperren den ohnehin beschwerlichen Zugang zu medizinischen Einrichtungen. Die Versorgung mit Lebensmitteln oder anderen Gütern ist oft unterbrochen. Berichte aus der Hauptstadt von Geiselnahmen, Lösegeldforderungen oder Erschiessungen auf offener Strasse verängstigen die Menschen. Viele Geflüchtete sind traumatisiert.
Inmitten dieser Schwierigkeiten schlossen in Dolian 150 Kinder erfolgreich ihr Schuljahr ab und der Bau des Schul- und Gemeindegebäudes schritt voran. Vor kurzem wurden Türen und Fenster eingesetzt und ein Dach schützt die Lernenden und Gläubigen vor Regen.

Zum Gelingen dieses grossen Projektes trugen viele helfende Hände bei. Sand und Steine wurden aus dem Tal ins Dorf auf den Berg hinaufgetragen. Die Leute bauten eigenhändig IHRE Schule und IHRE Kirche und erreichten zusammen Grosses. Einerseits konnten so die Kosten sehr niedrig gehalten werden und andererseits hatten die Menschen die Möglichkeit, selbst einen Beitrag zur Veränderung im Dorf zu leisten.

Der Schulbesuch bedeutet für die Familien neben Bildung auch Essen und Kleidung. Entsprechend ist die Dankbarkeit gross. Die Schule im eigenen Dorf hat für die Familien viele Vorteile. Die Eltern fühlen sich sicherer, wenn die Kinder in der momentanen Situation das Dorf nicht verlassen müssen. Viele Familien können das Schulgeld für den Schulbesuch im grösseren Nachbarort Port-à-Piment nicht aufbringen.

Zum Abschluss des Schuljahres organisierte die Schule in Dolian ein Ferienlager. Ausserhalb des Schulalltags konnten die Kinder bei Spielen den traurigen Seiten ihres Alltags entfliehen. Da wurde viel gekickt, gebastelt und gelacht.
Für das neue Schuljahr konnte die Schule 15 zusätzliche Kinder aufnehmen. Zusammen mit den dreissig Kindern, die dank Unterstützung in Port-à-Piment die Schule besuchen, ermöglicht die Inter-Mission im neuen Schuljahr knapp 200 Kindern den Schulbesuch.








































































































































