06.07.2022

Bei intensivem Sonnenschein wurden zwei Zelte aufgestellt, damit wir, die 24 Nelia-Mitarbeitenden, die alle entweder täglich anwesend oder auftragsmässig mit NELIA verbunden sind, und mitgeholfen haben, unser Hilfswerk aufzubauen, im Schatten essen und feiern konnten. Wir sind sehr dankbar was in den letzten 5 Jahren hier entstanden ist: Angefangen beim Landkauf und dessen Umzäunung, der eigenhändigen Garten- und Farmgestaltung, dem Häuserbau, bis zum täglichen Unterhalt, dem Pflanzen und Ernten und natürlich auch dem Bewässern, was bei der ugandischen Hitze unerlässlich ist.

Nach gut zwei Jahren kam auch das Aufbauen einer Tilapia-Fischzucht dazu, da wir u.a. gegen die grosse Arbeitslosigkeit in Tongolo ankämpfen wollen, und die nahe Ressource „Viktoriasee“ nutzen können. Die Ressourcen in Tongolo sind sowieso sehr knapp, sodass im ehemaligen Fischerdorf das Wiederbeleben der vielen „Berufsfischer ohne Auskommen“ Sinn macht.

Bis auf eine Mitarbeitende waren alle da und so feierten wir mit der kompletten, sehr fröhliche Mitarbeiterschar, natürlich farbenfroh und festlich gekleidet. Sie waren sehr dankbar und liessen sich gerne einfach mal bedienen. Zum afrikanischen Trommelschlag gaben sie vollen Einsatz beim Tanzen und Feiern. Ein paar Reden durften natürlich auch nicht fehlen. Sie brachten zum Ausdruck, wie ihnen NELIA geholfen hat:
- Da ist der Arbeitsplatz von Alfred, der durch seine Konstanz die Lebensqualität erhöhte, und wieder Hoffnung bekam.
- Es ist die monatliche Familienunterstützung von Jessica, einer treuen, guten Mitarbeiterin, die verwitwet ist und für sieben Kinder Schulgelder zusammensparen muss.
- Unser bester Transportmann Adam, dem wir mit einem Stück Land sich und seiner Familie ein Entkommen aus seiner 1-Zimmerwohnung ermöglichten.
- Issa erwähnte, dass NELIA eine Familie und nicht nur eine Organisation sei, und ihm, der bei seiner Grossmutter aufwuchs, Familienanschluss gewährt.

Auch der Dorfälteste, der LC-Chairmen, war eingeladen, und er schätzte dies sehr mit seiner Dankesrede an NELIAs Wirken in Tongolo. Er strich sogar sein Freitagsgebet in der Moschee, damit er mit uns feiern konnte. Das freute uns!
Als Hilfswerk NELIA möchten wir auch in Zukunft Veränderung im Dorf bewirken durch die Bekämpfung der massiven Armut und des Analphabetismus. Wir machen dies weiterhin durch Kinderpatenschaften, Familienunterstützungen, Business-startups, medizinische Hilfe, Beratungen, Gebet, Arbeitsplätzen, usw.

Der bunte Jubiläums-Freitagnachmittag wurde mit einem Geschenk an unsere Mitarbeitenden abgerundet, die alle zu sehr bescheidenen Löhnen arbeiten. Wir schenkten ihnen einen multifunktionellen „Spar-Holzkochherd“, mit dem gekocht werden kann, der Licht produziert und auch ein Handy aufladen kann während gekocht wird. Ein Freund aus der Schweiz machte mich auf diese Erfindung aufmerksam und so konnten wir jedem Mitarbeitenden einen übergeben. Seither hören wir sehr begeisterte Stimmen über diesen „Sparkocher“. Die Frauen finden es super, dass sie nicht mehr im Dunkeln kochen müssen und auch ihr Handy laden zu können und sie sind wohl auch dankbar, wenn mal etwas Neues das Alltagsleben bereichert.
Andrea Tischhauser







































































































































