Kinderpatenschaften

Eine Patenschaft gibt einem Kind die Chance auf eine lebenswerte Zukunft. Jedes Kind wird liebevoll betreut und erhält eine medizinische Grundversorgung. Es wird durch den Schulbesuch und durch eine Berufsausbildung gefördert.

Angepasst an die Situation und die Bedürfnisse des Kindes wird die beste Lösung gesucht. Nach Möglichkeit bleibt es in der Familie im Dorf und wird von der Inter-Mission unterstützt. In anderen Fällen ist ein guter Platz in einem Kinderheim oder in einer Pflegefamilie die richtige Wahl. Hierzu gibt es verschiedene, wählbare Patenschaftsmodelle.

Im Heim erhält das Kind Kost und Logis sowie Kleider und Schuhe. Die Dorfkinder erhalten  Kleidung und eine ausgewogene Mahlzeit sowie weitere Unterstützung je nach individueller Situation. Bei einer Patenschaft für ein Dorfkind wird mit dem Patenschaftsbeitrag auch die ganze Familie sowie das Dorf unterstützt, was letztlich auch wieder dem Kind zugute kommt.

Eine Kinderpatenschaft kostet monatlich Fr. 50.-.

Anmeldung Kinderpatenschaft

Sie erhalten ein Foto und einen kurzen Lebenslauf des Kindes. Zu Weihnachten erhalten Sie eine Grusskarte und ein aktuelles Foto des Kindes. Sie können dem Kind auch schreiben.

Patenschaftsverwaltung Kinder

Den einzelnen Heimen wird eine bestimmte Anzahl Kinder zugesprochen, für deren regelmässige finanzielle Unterstützung sich die Inter-Mission verpflichtet. Einigen Kindern zahlen wir darüber hinaus teure medizinische Behandlungen oder dergleichen, bei vielen Jugendlichen helfen wir bei der weiterführenden Berufsausbildung. Auch wenn einige Kinder keine Paten haben oder die gespendeten Mittel nicht ausreichen, erhalten diese Kinder dennoch die volle Unterstützung. Sollte von Ihrem Patenschaftsbeitrag nicht der gesamte Betrag für Ihr Kind benötigt werden, wird das übrige Geld für diese Zwecke eingesetzt. Falls die Spenden für die Patenschaften nicht ausreichen, deckt die Inter-Mission die Fehlbeträge durch freie Spenden oder Reserven.

Patenschaften für Berufsausbildung

Wir unterstützen die Berufsausbildung von Jugendlichen in Community Colleges (Berufsfachschulen für Arme). Die Lehrgänge dauern ein oder zwei Jahre und werden für folgende Fachbereiche angeboten: Krankenpflegehelferin, Informatiker, Elektriker, Kühlschrank- und Klimaanlagen-Wartung, Medizinische Laborantinnen, Sekretärin, Bürokaufmann/frau, Kosmetikerin, Mode-Design und Bekleidungsanfertigung. Alle Studenten erhalten auch sehr viel praktische Erfahrung und haben einen leichten Einstieg ins Berufsleben. Fast 90% aller Studenten bekommen nach dem Praktikum eine gute Arbeitsstelle.

Weil die Ausbildungen recht kurz sind, sind hier die sogenannte Projektpatenschaften sinnvoll. Die Patenschaftsbeiträge werden für das Community College eingesetzt, von dem alle Schüler profitieren. Als Pate bekommen Sie nicht einen bestimmten Lehrling oder eine Schülerin zugeteilt, sondern Sie unterstützen einen Ausbildungsplatz. Die Unterstützung einer Projektpatenschaft für die Berufsausbildung kostet monatlich Fr. 80.-

Anmeldung Patenschaft Berufsausbildung

Jährlich erhalten Sie einen Bericht über das Community College und wir zeigen anhand von einem Beispiel den Werdegang eines Schülers oder einer Schülerin auf.

Patenschaftsverwaltung Berufsausbildung

Patenschaften für einheimische Missionare

Die meisten unserer Partnerorganisationen arbeiten mit einheimischen Missionaren, welche mit der Sprache, der Kultur und den klimatischen Verhältnissen bestens vertraut sind. Diese setzen sich oft sehr für ihre lokale Gemeinde ein, predigen und leiten Gottesdienste, besuchen die Gemeindemitglieder, führen Kinderprogramme durch und sind begeistert, an ihrem Ort diesen wertvollen Dienst zu leisten.

Die Unterstützung für einen einheimischen indischen Missionar beträgt monatlich Fr. 100.-.

Anmeldung Patenschaft Missionar

Sie erhalten ein Foto und einen kurzen Lebenslauf des Missionars. Zweimal jährlich erhalten Sie einen Bericht über seine Tätigkeit, manchmal werden auch zwei Berichte zusammen verschickt.

In der Regel unterstützen wir Missionare während sieben Jahren. Danach sollten sie von ihrer neu gegründeten Gemeinde unterstützt werden. Das Ziel ist, dass die Gemeinden auch finanziell möglichst selbstständig werden.

Patenschaftsverwaltung Missionare

Briefe

Sie können mit Ihrem Patenkind oder Missionar jederzeit Briefkontakt aufnehmen. Am einfachsten geht das via E-Mail, aber auch Briefpost ist möglich. Dazu sollten Sie allerdings wissen, dass für die meisten Inder und Inderinnen Briefe etwas nicht Alltägliches sind. Die Lebensumstände, die Erziehung und Kultur erschweren diese Art des Austausches, welche uns so selbstverständlich scheint. Für die Kinder ist es spannend, wenn Sie etwas über sich schreiben und ev. auch ein Foto von sich oder Ihrer Familie dazulegen.

Den meisten Kindern fällt es schwer, eigenständig einen Brief zu schreiben. Es kann auch sein, dass Ihr Patenkind noch nicht im Schulalter ist und noch einige Jahre benötigt, um selber schreiben zu können. So geschieht es eben öfter, dass die Heimeltern ein paar Zeilen schreiben. Vielfach werden den Kindern auch einfach ein paar Zeilen zum Abschreiben an die Tafel geschrieben, weil sie keine eigenen Worte finden oder die Lehrer fälschlicherweise denken, dass nur “ausgewählte” Worte zum Spender gelangen dürfen. Auch die Missionare schreiben oft, was der Spender aus ihrer Sicht hören möchte. So klingen die Briefe aus Indien oft stereotyp und belanglos. In vielen Fällen ist es aber trotzdem geglückt, einen echten und persönlichen Austausch aufzubauen.

Bitte haben Sie auch Geduld, wenn die Antwort auf Ihr Schreiben einige Monate auf sich warten lässt. Die Laufzeiten der Briefe sind wegen der geographischen Distanz, der notwendigen Zeit für das Übersetzen und Weiterleiten, sowie der Mentalität der Inder manchmal sehr lang.

Geschenke

Wenn Sie Ihrem Kind ein Geschenk schicken möchten, schicken Sie das Paket bitte direkt an die jeweilige Postadresse. Leider gehen bei der Post im Ausland immer wieder Sendungen verloren. Deshalb sollte der Wert eines Geschenkes Fr. 20.- nicht übersteigen. Bitte verpacken Sie Ihr Geschenk in einem luftgepolsterten Umschlag. Kartons werden oft auf den Postämtern geöffnet und nicht mehr richtig verschlossen, so kann es vorkommen, dass etwas verlorengeht. Wenn Sie das Paket eingeschrieben schicken, ist es wesentlich sicherer, allerdings sind die Kosten dafür recht hoch.

Die Kinder freuen sich sehr über kleine Geschenke wie Fotos, Zeichenmaterial, Briefpapier, Kärtchen, Kalender, Aufkleber, Mini-Spiele, T-Shirts, Kugelschreiber, Haarbänder, Haarspangen, Plüschtierchen, Matchbox-Autos, Luftballons, billige Uhren (Wert bis ca. Fr. 10.-), Bilderbücher (ohne Text) oder Süssigkeiten – aber wegen der Wärme bitte keine Schokolade schicken.

Bitte nicht schicken:
Wertgegenstände wie Schmuck oder teure Uhren (solche Dinge beschlagnahmt die Post), Bargeld (damit begehen Sie ein Devisenvergehen und der Empfänger kann in grosse Schwierigkeiten kommen)
Medikamente, Messer etc.

Versand direkt (auf Englisch)

Die E-Mail Adresse und die Postadresse des betreffenden Heimes oder Dorfprojektes finden Sie auf Ihren Patenschaftsunterlagen oder Sie erfahren sie von Ihrer Patenschaftsverwaltung:

Patenschaftsverwaltung Kinderpatenschaft

Patenschaftsverwaltung Berufsausbildung

Patenschaftsverwaltung Missionare

Wichtig: Damit keine Verwechslungen entstehen notieren Sie bitte deutlich auf alles, was Sie versenden, den Namen des Empfängers mit Heim- und Platznummer. Also auf jedes Blatt des Briefes, aufs Couvert und ev. aufs Paket. Wenn ein Brief oder Paket nur teilweise ankommt – was leider manchmal der Fall ist -, dann ist es recht schwer, den Empfänger ohne Angaben von Heimnummern noch ausfindig machen zu können.

Bitte schicken Sie alle Briefe auf Englisch direkt an die angegebene Adresse oder per E-Mail. Bitte geben Sie die genaue Postadresse nur auf dem Couvert an (und nicht im Brief selber).

Versand via Inter-Mission

Falls Sie nicht englisch schreiben können, dürfen Sie Ihre deutsch verfassten Briefe an die Patenschaftsverwaltung zum Übersetzen schicken. Bitte beachten Sie, dass die Patenschaftsverwaltungen ehrenamtlich für die Inter-Mission tätig sind und daher meist etwas Zeit benötigen, um die Briefe zu übersetzen.

Bitte geben Sie die genaue Postadresse nur auf dem Couvert an (und nicht im Brief selber).

Geldgeschenke

Für den persönlichen Kontakt mit Ihrem Patenkind empfehlen wir Ihnen eher Briefe, z. B. mit einem Foto von Ihnen oder Ihrer Familie.

Die gezielte Weiterleitung einer speziellen Spende zu Weihnachten oder zum Geburtstag ist wegen des grossen administrativen Aufwands nicht möglich. Wenn Sie ihrem Patenkind ein Geldgeschenk machen, dann kommt dies automatisch allen Kindern im Heim zugute. Fast in jedem Heim hat es nämlich auch Kinder, die keine Pateneltern haben. Wir möchten durch diese Massnahme ganz einfach vermeiden, dass Geburtstage und Weihnachten für diese Kinder anders ausfallen als für die anderen.

Alle Kinder erhalten von den Heimeltern an Weihnachten einen Satz neue Kleider, Farbstifte und Süssigkeiten.

Wechsel Patenschaften

Leider verlassen Kinder manchmal das Heim, noch bevor sie ihre Schule oder Ausbildung beendet haben. Dies ist auf verschiedene Gründe zurückzuführen: Es kann sein, dass Kinder weglaufen und nicht mehr gefunden werden oder aus disziplinarischen Gründen weggewiesen werden müssen.

Ausserdem nimmt die Inter-Mission in Härtefällen auch Halbwaisen auf, bei welchen es vorkommen kann, dass sie wieder abgeholt werden. Rechtlich gesehen können wir die Kinder nicht zurückhalten. In solchen Fällen benachrichtigen wir Sie und senden Ihnen sobald als möglich den Vorschlag eines anderen Heimkindes zu.

Wir können Ihnen leider die Anschrift des “alten” Kindes nicht mitteilen, da der Aufwand für die Nachforschungen den Rahmen unserer zeitlichen Möglichkeiten bei weitem sprengt.

Kündigung Patenschaft

Wenn Sie aus irgendeinem Grund Ihre Patenschaft aufgeben wollen – wir haben weder Mindestlaufzeiten noch Kündigungsfristen festgelegt – dann benachrichtigen Sie uns bitte.